Imelda Marcos, 97, erneut von Korruptionsvorwürfen freigesprochen

Der Oberste Gerichtshof der Philippinen hob die Verurteilung von 2018 auf, da die Staatsanwaltschaft die Schweizer Bankunterlagen im Prozess nicht rechtsgültig beglaubigt hatte.
- Das Urteil von Richter Rodil Zalameda vom 10. Juni wurde erst am 9. September bekannt.
- Das Sandiganbayan-Gericht hatte sie 2018 in sieben Anklagepunkten zu jeweils sechs bis elf Jahren Haft verurteilt.
- Die Vorwürfe stammten aus Klagen von 1991, wonach Marcos-Familienstiftungen Staatsgelder in der Schweiz versteckt hätten.
Warum das wichtig ist: Fünfunddreißig Jahre zwischen Klageerhebung und rechtskräftigem Urteil sind eine Belastung, die kein ordentliches Verfahren rechtfertigt.
Supreme Court of the Philippines, First Division decision, G.R. No. 243402-08, People v. Imelda Romualdez Marcos ↗ · 15. Sept. 202615.9.26